Pressemitteilung 17.05.2010

 

Es wird wärmer: Zeit für Vereins-Feste, Salmonellen und Co. ….
- Hygienetipps vom INSTITUT ROMEIS -

Die Natur explodiert, die Menschen treibt es nach draußen. Eiscafes, Biergärten und Festzelte füllen sich. Wo Wärme ist, vermehren sich aber auch gefährliche Erreger. Salmonellen und Co. lassen grüßen.

Viele Zeltfeste werden von Vereinen und privaten Initiativen ausgerichtet. Da ist es um die Hygiene trotz guten Willens nicht immer zum Besten bestellt, so Lebensmittelhygieniker Dr. Gero Beckmann vom Institut Romeis, Bad Kissingen. Für Furore sorgten z.B. Massenerkrankungen nach dem Besuch eines Fischfestes im fränkischen Unterebersbach. Hier wurde kontaminierter Kartoffelsalat als Ursache für heftige Halsentzündungen bei mehreren hundert Festbesuchern ausgemacht.

Was viele Besucher nicht wissen: die engen gesetzlichen Vorgaben des deutschen Lebensmittel-Hygienerechtes gelten im Prinzip auch für Vereinsfeste, allerdings gibt es dort diverse Erleichterungen für die Ausrichter, um die traditionelle Festkultur zu erhalten. So entfällt in Bayern seit 2005 für ehrenamtliche Helfer die Belehrungspflicht nach dem Infektionsschutz-Gesetz (Hygieneschulung). Dennoch haben die verantwortlichen Vereinsvorstände „hygienisch aufzuklären, um Lebensmittel-infektionen zu vermeiden“. Und das rangiert – was jeder, der schon einmal ein großes Fest organisiert hat, kennt – nicht immer ganz oben auf der Agenda. Die Verantwortlichen haften aber in jedem Falle: “Jeder, der Lebensmittel herstellt, behandelt oder in den Verkehr bringt, haftet zivil- und strafrechtlich dafür, dass die Produkte sichere Lebensmittel sind, somit einwandfrei und gesundheitlich unbedenklich genossen werden können.“

Dr. Gero Beckmann rät zur Vorsicht, denn Hygiene ist unteilbar! Sobald z.B. die Kühlkette unterbrochen wird, weil Uralt-Kühltruhen nicht richtig funktionieren oder der Materialdurchsatz in Kühlschränken zu hoch ist, vermehren sich Bakterien, Hefen und Schimmelpilze teilweise explosionsartig. Auch sollte man generell auf bestimmte Risikolebensmittel wie z.B. selbstgemachte Mayonnaise, Hackfleischzubereitungen oder Tiramisu mit rohen Eiern verzichten. Das Institut Romeis hält weitere hilfreiche Tipps bereit und bietet maßgeschneiderte Hygiene-Checks an.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Dr. Gero Beckmann,
Durchwahl: 09736-7516-20, email: g.beckmann@institut-romeis.de

INSTITUT ROMEIS BAD KISSINGEN GMBH
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